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Hier finden Sie Bildberichte und Videos zu Wetterereignissen und Wetterphänomenen aus der Region Saarland, angrenzendes Frankreich und Luxembourg, sowie Wettervorhersagen, Warnlageberichte und aktuelle Themen und News zu Wetter und Naturkatastrophen. Sollten Sie Interesse an einigen meiner Bildern haben, kontaktieren Sie mich unter info@stormcenter.eu.
17.12.10 - DAS ANFANGSWERTPROBLEM

Wie bekannt sein dürfte, beruht die Wettervorhersage heutzutage größtenteils auf den Berechnungen von Wettermodellen auf Großcomputern. Ein höchst interessanter Aspekt dieser Modellrechnungen sind die Anfangswerte der Wetterparameter, die für den Beginn der Modellrechnungen benötigt werden. In der World Meteorological Organization (WMO) sind über 10 000 Wetterstationen zusammengefasst, die mindestens alle 6 Stunden Beobachtungswerte wie Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und noch viele andere Werte liefern. Diese Beobachtungen bilden die Basis für die Computerberechnungen. Wie verwendet nun so ein „Wettermodell“ diese Werte? Schauen wir uns dazu mal als Beispiel das Globale Modell (GME) des Deutschen Wetterdienstes an. Das GME überzieht die ganze Erde mit einem Gitternetz mit einem Abstand der Gitterpunkte von rund 30 km. Das ergibt für die ganze Welt 655 362 Gitterpunkte. Gleichzeitig werden an jedem Gitterpunkt noch mal 60 Gitterpunkte in die Atmosphäre nach oben berechnet. Das ergibt 655 362 mal 60 gleich 39 323 520 Gitterpunkte, d.h. die Werte von über 39 Millionen Gitterpunkte muss das GME bei der Modellrechnung bearbeiten. Als Anfangswerte haben wir aber nur die etwa 10 000 Stationen zur Verfügung. Wie kommt nun das Modell auf Werte für die rund 39 Millionen Gitterpunkte? Dies wird durch eine geschickte Interpolation (sozusagen eine Zwischenschätzung zwischen den Werten) erreicht. Für diese Interpolation wird seitens des Modells ein sehr großer Aufwand betrieben. Und damit kommen wir zum eigentlichen Kernproblem. Die Modellrechnung ist größtenteils abhängig von der Qualität der Anfangsdaten. Schon kleinste Abweichungen bei den Anfangsdaten ergeben am Ende der Modellrechnungen größere Abweichungen bei der Vorhersage des Wetterablaufes.
Dennoch ist es sehr erstaunlich, welche Leistungen so ein Wettermodell mit dieser mageren Ausgangsbasis zu erbringen vermag. Und sind wir mal ehrlich, nachdem wir wissen, mit welcher Datenbasis so ein Wettermodell klar kommen muss, dann sind die 4 bis 6 Stunden Verspätung nicht das große Problem. Zumal die Brisanz der Wetterlage von gestern von allen Wettermodellen im Wesentlichen richtig erkannt wurde.
Jörg Meinhold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Copyright © Deutscher Wetterdienst
Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
17.12.10 - DIE WETTERVORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

vom 17.12.2010, 15:05 Uhr
Kurzvorhersage:
Heute Abend im Osten und Süden abklingende Schneefälle. Sonst bei rasch wechselnder Bewölkung Schneeschauer. Schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Süd. In der Nacht zum Samstag vereinzelt noch Schneefall. Tiefstwerte -5 bis -10 Grad, bei längerem Aufklaren um -15 Grad. Am Samstag teils heiter, teils auch stärker bewölkt mit örtlichen Schneeschauern. Nachmittags und abends im Westen und Südwesten starke Bewölkung mit Schneefall. Höchsttemperaturen zwischen -8 Grad im Südosten und -2 Grad im Westen. Schwacher bis mäßiger Wind aus Süd bis Südost.
Wetterlage:
Der Ausläufer eines Skandinavien-Tiefs hat weite Teile Deutschlands südostwärts überquert. Auf seiner Rückseite wird Meereskaltluft arktischen Ursprungs nach Mitteleuropa geführt.
Vorhersage:
Heute Abend klingen die Schneefälle im Osten und Süden allmählich ab. Sonst gibt es bei rasch wechselnder Bewölkung noch teils kräftige Schneeschauer. Der Wind weht schwach bis mäßig Wind aus West bis Süd. In der Nacht zum Samstag lassen die Schneefälle auch im Südosten nach. Bei wechselnder, teils geringer Bewölkung wird es sehr kalt. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen -5 und -10 Grad, bei längerem Aufklaren um -15 Grad. Der Wind weht schwach um Süd.
Weitere Aussichten:
Am Samstag ist es teils heiter, teils auch stärker bewölkt mit örtlichen Schneeschauern. Nachmittags und abends zieht im Westen und Südwesten starke Bewölkung mit Schneefall auf. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen -8 Grad im Südosten und -2 Grad im Westen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis Südost.
In der Nacht zum Sonntag schneit es vor allem im Südwesten. Nur im Nordwesten und Osten bleibt es bei Auflockerungen noch trocken. Die Luft kühlt auf -5 bis -10 Grad ab. Im Osten und Südosten liegt die Tiefsttemperatur örtlich unter -15 Grad. Am Sonntag überwiegen dichte Wolken und gelegentlicher Schneefall, der über der Mitte auch mal stärker sein kann und im Süden im Tagesverlauf teils in Regen mit örtlicher Glatteisbildung übergeht. Die Temperaturen bewegen sich zwischen -8 Grad in Brandenburg und bis +2 Grad am Oberrhein.
In der Nacht zum Montag fällt vor allem im Süden noch Schnee, teils auch gefrierender Regen. Die Temperaturen gehen auf 0 Grad im Südwesten und -11 Grad im Nordosten zurück. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest bis Süd. Auf den Bergen sind starke bis stürmische Böen möglich. Am Montag fällt aus dichter Bewölkung häufiger Schnee. Im Süden fällt meist Regen, lokal kann es dort Glatteis gehen. Die Temperaturen erreichen -4 Grad im Nordosten und bis +5 Grad am Oberrhein. Nachts sinkt das Quecksilber auf +2 Grad am Oberrhein und bis -7 Grad in Mecklenburg-Vorpommern und es kommt zu weiteren, zeitweiligen Schnee, im Süden auch Regenfällen. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind vorwiegend aus Südwest bis Süd. Auf den Bergen sind starke bis stürmische Böen möglich.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach=
Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: "Photo courtesy of NSSL"
16.12.10 - DIE WETTERVORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

vom 16.12.2010, 15:14 Uhr
Kurzvorhersage:
Heute von Nordwest nach Südost fortschreitender Schneefall, der am Abend die Alpen erreicht. Verbreitet Gefahr von Unwetter durch starken Schneefall und Schneeverwehungen. Stark böiger Süd- bis Westwind mit Sturmböen auf den Bergen und an der Küste. Tiefstwerte -2 bis -10 Grad.
Morgen vor allem im Osten und Süden noch Schneefall, ansonsten stark bewölkt und vereinzelt Schneeschauer. Höchstwerte -7 bis +2 Grad.
Wetterlage:
Der Ausläufer eines vom Nordmeer nach Skandinavien ziehenden Sturmtiefs hat von Nordwesten auf Deutschland übergegriffen und lenkt maritim geprägte Arktikluft nach Mitteleuropa.
Vorhersage:
Heute Abend schneit es in der Nordhälfte Deutschlands. Die Schneefälle breiten sich südostwärts aus und erreichen am Abend eine Linie Allgäu-Bayerischer Wald. Es herrscht Unwettergefahr durch starken Schneefall und Schneeverwehungen. Der Wind dreht auf West bis Süd zurück und frischt stark böig auf, an der Küste und im Bergland muss mit Sturmböen gerechnet werden. In der Nacht zum Freitag schneit es zunächst weiter, im Nordwesten Deutschlands lässt der Schneefall allmählich nach. Die Tiefstwerte liegen zwischen -2 und -10 Grad.
Weitere Aussichten:
Am Freitag schneit es vor allem in der Osthälfte und im Süden noch zeitweise. Auch sonst dominiert starke Bewölkung, mit einzelnen Schneeschauern ist zu rechnen. Die Höchstwerte liegen im Westen und Nordwesten um oder wenig über 0 Grad, sonst zwischen -5 und -1 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig um West bis Süd, im Mittelgebirgsraum und höheren Lagen der Alpen anfangs noch stark bis stürmisch.
In der Nacht zum Samstag geht die Temperatur auf Werte zwischen -5 Grad an den Küsten und örtlich unter -10 Grad im Osten und Südosten zurück. Am Samstag wechseln sich nach Süden und Osten hin Auflockerungen mit starker Bewölkung ab. Nur vereinzelt kann es auch mal kurze Schneeschauer geben. Im Westen kommen im Tagesverlauf wieder Schneefälle auf. Die Temperatur steigt auf -8 Grad im Südosten und bis -2 Grad im Westen. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus Süd bis Südost.
In der Nacht zum Sonntag schneit es vor allem im Südwesten. Nur im Noerdwesten und Osten bleibt es bei Auflockerungen noch trocken. Die Luft kühlt auf -5 bis -10 Grad ab. Im Osten und Südosten liegt die Tiefsttemperatur örtlich deutlich unter -10 Grad. Am Sonntag überwiegen dichte Wolken und gelegentlicher Schneefall, der über der Mitte auch mal stärker sein kann und im Süden im Tagesverlauf teils in Regen mit örtlicher Glatteisbildung übergeht. Die Temperaturen bewegen sich zwischen -8 Grad in Brandenburg und bis +2 Grad am Oberrhein.
In der Nacht zum Montag fällt vor allem im Süden noch Schnee, teils auch gefrierender Regen. Die Temperaturen gehen auf 0 Grad im Südwesten und -11 Grad im Nordosten zurück. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest bis Süd. Auf den Bergen sind starke bis stürmische Böen möglich.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach=
Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
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15.12.10 - DIE WETTERVORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

vom 15.12.2010, 07:33 Uhr
Kurzvorhersage:
Heute im Osten, Süden und in der Mitte meist bedeckt und zeitweise Schneefall. Dabei im Erzgebirge anfangs Unwettergefahr durch starke Schneeverwehungen! Sonst nur vereinzelt Schneefall, und im Nordwesten immer mal wieder Sonnenschein. Höchsttemperatur in Nordseenähe und im äußersten Westen um 0 Grad, sonst Dauerfrost zwischen -7 und -2 Grad. Schwacher, im Osten auch mäßiger Wind aus Nord bis Nordwest. In der Nacht zum Donnerstag vor allem im Süden und anfangs noch in der Mitte etwas Schneefall. Sonst wechselnd bis stark bewölkt und meist trocken. Mäßiger bis strenger Frost zwischen -5 und -12 Grad, im Südosten auch noch darunter. An der See mit Werten um -3 Grad etwas milder.
Wetterlage:
Zwischen einem Hoch bei den Britischen Inseln und einem Tief über Osteuropa gelangt kalte Luft nach Deutschland.
Vorhersage:
Heute Vormittag und im Tagesverlauf ist es im Osten und Süden sowie in der Mitte meist stark bewölkt oder bedeckt. Es fällt zeitweise Schnee, dabei im Erzgebirge anfangs Unwettergefahr durch starke Schneeverwehungen!. Im Westen schneit es nur vereinzelt etwas, und im Westen und Nordwesten kann sich immer mal wieder die Sonne zeigen, Die Tageshöchsttemperatur liegt in Nordseenähe und im äußersten Westen um 0 Grad, sonst herrscht Dauerfrost zwischen -7 und -2 Grad. Am Alpenrand verharren die Werte zum Teil unter der -10 Grad-Marke. Der Wind weht schwach, vor allem nach Osten auch zeitweise mäßig aus Nord bis Nordwest. In der Nacht zum Donnerstag schneit es vor allem im Osten und Süden etwas. Sonst ist es wechselnd bis stark bewölkt und meist trocken. Es gibt mäßigen bis strengen Frost zwischen -5 und -12 Grad, im Südosten auch noch darunter. Nur unmittelbar an der Nordsee wird es mit Tiefsttemperaturen um -3 Grad nicht ganz so kalt.
Weitere Aussichten:
Am Donnerstag ist es wechselnd bewölkt und es schneit zunächst nur wenig. Im Tagesverlauf kommen im Nordwesten neue, teils kräftige Schneefälle auf, die sich rasch südostwärts ausbreiten und abends etwa die Linie Südpfalz-nördliches Brandenburg erreichen. Im Nordwesten kann der Schnee zum Teil in Regen übergehen mit der Gefahr von Glatteis. Ansonsten gibt es verbreitet Schneeglätte. Die Höchsttemperaturen liegen von Nordwest nach Südost zwischen +2 im Emsland und -7 Grad in Südostbayern. Der Wind dreht auf West bis Süd zurück und frischt stark böig auf, an der Küste und im Bergland muss mit Sturmböen gerechnet werden, so dass es im Bergland auch Schneeverwehungen gibt.
In der Nacht zum Freitag kommt es zu weiteren Schneefällen, im Westen und Nordwesten auch Schneeregen, lediglich am Alpenrand Südostbayerns fällt nur wenig Schnee. Dort ist noch einmal strenger Frost um -10 Grad möglich, sonst liegen die Tiefstwerte zwischen 0 und -6 Grad. Am Freitag schneit es vor allem in der Osthälfte und im Süden noch. Auch sonst dominiert starke Bewölkung, es kommt aber nur vereinzelt zu etwas Schneefall. Die Höchstwerte liegen im Westen und Nordwesten um oder wenig über 0 Grad, sonst zwischen -1 und -5 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig um Süd, im Mittelgebirgsraum und höheren Lagen der Alpen anfangs noch stark bis stürmisch.
In der Nacht zum Samstag geht die Temperatur auf -4 bis -10 Grad zurück. Am Samstag wechseln sich nach Süden und Osten hin Auflockerungen mit starker Bewölkung ab. Im Westen kommen im Tagesverlauf wieder Schneefälle auf. Die Temperatur steigt auf -6 Grad im Südosten und bis 0 Grad im Westen. Es weht schwacher bis mäßiger Wind aus Süd bis Südost.
In der Nacht zum Sonntag schneit es gebietsweise, nur im Osten bleibt es bei Auflockerungen noch trocken. Die Luft kühlt auf -3 bis -9 Grad ab. Im Osten und Südosten liegt die Tiefsttemperatur örtlich deutlich unter -10 Grad.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach=
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14.12.10 - DIE WETTERVORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

vom 14.12.2010, 18:06 Uhr
Kurzvorhersage:
In der Nacht zu Mittwoch im Osten und Südosten weitere Schneefälle, an den Nordrändern der Alpen und der östlichen Mittelgebirgen teils kräftig. Im Westen und Nordwesten längere Zeit klar. Im Osten und Nordosten weiterhin sehr lebhafter Wind mit starken Böen an der Ostseeküste. Im östlichen Bergland Gefahr von Sturmböen mit starken Schneeverwehungen. Tiefstwerte zwischen -3 und -12 Grad. Am Mittwoch im Osten und Süden sowie in der Mitte meist stark bewölkt oder bedeckt und zeitweise Schneefall. Dabei im Erzgebirge anfangs Unwettergefahr durch starke Schneeverwehungen! Im Westen und Nordwesten immer mal wieder Sonnenschein. Dort weitgehend niederschlagsfrei. Tageshöchsttemperatur in Nordseenähe und im äußersten Westen um 0 Grad, sonst Dauerfrost zwischen -7 und -2 Grad. Am Alpenrand auch Werte um -10 Grad. Schwacher, im Osten auch mäßiger Wind aus Nord bis Nordwest.
Wetterlage:
Zwischen einem Hoch über Schottland und einem Tief über Osteuropa gelangt kalte Luft nach Deutschland.
Vorhersage:
In der Nacht zum Mittwoch schneit es vor allem im Osten und Südosten des Landes. An den Nordrändern der Alpen und der östlichen Mittelgebirgen auch kräftiger. Im Westen und Nordwesten ist es zum Teil längere Zeit klar. Der Wind bleibt im Osten und Nordosten weiterhin sehr lebhaft mit Böen an der Ostseeküste. Im östlichen Bergland besteht die Gefahr von Sturmböen mit starken Schneeverwehungen. Es sind Tiefstwerte zwischen -3 und -8 Grad zu erwarten. Im Süden tritt zum Teil strenger Frost bis -12 Grad auf.
Weitere Aussichten:
Am Mittwoch ist es im Osten und Süden sowie in der Mitte meist stark bewölkt oder bedeckt. Es fällt zeitweise Schnee. Im Westen und Nordwesten kann sich immer mal wieder die Sonne zeigen, gebietsweise auch längere Zeit. Dort ist es weitgehend niederschlagsfrei. Die Tageshöchsttemperatur liegt in Nordseenähe und im äußersten Westen um 0 Grad, sonst herrscht Dauerfrost zwischen -7 und -2 Grad. Am Alpenrand verharren die Werte zum Teil unter der -10 Grad-Marke. Der Wind weht schwach, vor allem nach Osten auch zeitweise mäßig aus Nord bis Nordwest.
In der Nacht zum Donnerstag schneit es vor allem im Osten und Süden etwas. Sonst ist es wechselnd bis stark bewölkt und meist trocken. Es gibt mäßigen bis strengen Frost zwischen -5 und -12 Grad, im Südosten auch noch darunter. Nur unmittelbar an der Nordsee wird es mit Tiefsttemperaturen um -3 Grad nicht ganz so kalt. Am Donnerstag ist es wechselnd bewölkt und es schneit zunächst nur wenig. Im Tagesverlauf kommen im Nordwesten neue, teils kräftige Schneefälle auf, die sich rasch südostwärts ausbreiten und abends etwa die Linie Südpfalz-nördliches Brandenburg erreichen. Im Nordwesten kann der Schnee zum Teil in Regen übergehen mit der Gefahr von Glatteis. Ansonsten gibt es verbreitet Schneeglätte. Die Höchsttemperaturen liegen von Nordwest nach Südost zwischen +2 im Emsland und -7 Grad in Südostbayern. Der Wind dreht auf West bis Süd zurück und frischt stark böig auf, an der Küste und im Bergland muss mit Sturmböen gerechnet werden, so dass es im Bergland auch Schneeverwehungen gibt.
In der Nacht zum Freitag kommt es zu weiteren Schneefällen, im Westen und Nordwesten auch Schneeregen, lediglich am Alpenrand Südostbayerns fällt nur wenig Schnee. Dort ist noch einmal strenger Frost um -10 Grad möglich, sonst liegen die Tiefstwerte zwischen 0 und -6 Grad. Am Freitag schneit es vor allem in der Osthälfte und im Süden noch. Auch sonst dominiert starke Bewölkung, es kommt aber nur vereinzelt zu etwas Schneefall. Die Höchstwerte liegen im Westen und Nordwesten um oder wenig über 0 Grad, sonst zwischen -1 und -5 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig um Süd, im Mittelgebirgsraum und höheren Lagen der Alpen anfangs noch stark bis stürmisch.
In der Nacht zum Samstag geht die Temperatur auf -4 bis -10 Grad zurück.
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Schaut man sich Deutschland an, dann findet man überraschenderweise in Schleswig-Holstein sehr winterliche Bedingungen vor - durch den in der vergangenen Woche gefallenen Schnee und die tiefen Temperaturen. Heute werden dort sogar sonnige Abschnitte erwartet, so dass bei einer Schneedecke von 10-20 cm für die Ski-Langlauf-Enthusiasten schönes Wetter in einer winterlichen Landschaft gegeben ist. Leider gibt es in Schleswig-Holstein keine „richtigen“ Berge, so dass die Abfahrt- und Rodelfans wohl nicht auf ihre Kosten kommen werden. In den nördlichen Mittelgebirgen gibt es durchaus annehmbare Wintersportbedingungen, allerdings werden hier die Wintersportfreuden durch das schmuddlige Wetter mit tiefen Wolken und überwiegend leichten Niederschlägen getrübt. Auch dort wird es langsam von Süden wärmer. Der Schnee wird immer nasser, geht in Regen über - Skifahren und Rodeln werden nicht mehr soviel Spaß machen.
Noch schlimmer sieht es in unseren Gebirgen im Süden aus. Wo noch zum Wochenende sehr gute Wintersportbedingungen geherrscht hatten, machte gestern der Tiefausläufer mit sehr milder Luft und starkem Regen dem Schnee in tiefen Lagen den Garaus. Besonders der Schwarzwald leidet unter dieser Situation. Zwar liegen dort in den höheren Lagen noch um 30 cm Schnee, aber dieser ist durch das Tauwetter und den Regen sehr nass und für die Wintersportler nun eher zum „Baden“ geeignet. Auch in den Alpen haben die Temperaturen einen großen Sprung nach oben gemacht. Die „Nullgradgrenze“ hat sich auf über 2000 Meter zurückgezogen. Der nasse Schnee dürfte also auch dort den Wintersportfreunden das Leben schwer machen. Durch das starke Abtauen des Schnees und den andauernden Regen wird die Hochwassergefahr in Baden-Württemberg und Bayern steigen. Die Pegelmessungen u. a. an Donau, Iller, Lech, Neckar und Dreisam zeigen schon ansteigende Wasserstände. Bis Mittwochabend werden im Südwesten Deutschlands voraussichtlich Regenmengen um 60 Liter pro Quadratmeter gefallen sein. Die Hochwassergefahr wird sich dadurch noch weiter verschärfen.
Jörg Meinhold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
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05.12.10 - DURCHATMEN OHNE ATEMPAUSE

Endlich Durchatmen, wettertechnisch natürlich, diese Hoffnung ist sicher weit verbreitet in unserer Republik. Aber mit der Ankündigung etwas milderer Temperaturen geisterte sofort wieder ein Schlagwort durch die Medien, das zum Schreckgespenst für jeden Autofahrer werden kann: Blitzeis! Durch einen Geistesblitz ist hier eine schillernde Formulierung gefunden worden, die es im meteorologischen Sprachgebrauch nicht gibt. „Gefrierender Regen“ heißt in Meteorologenkreisen das Zauberwort, und es umschreibt gleich drei Dinge auf einmal. Erstens „normalen“ Regen in flüssiger Form, der auf eisigem Boden gefriert. Zweitens Regen, der bei einer Inversion in bodennah kalter Luft wieder gefriert und als Eis auf den Boden trifft. Und drittens Tropfen aus unterkühltem Wasser, also Wasser in flüssiger Form, aber mit einer Temperatur von unter Null Grad. Dieses gefriert sofort beim Auftreffen auf dem Boden, und dies selbst dann, wenn der Boden wärmer als Null Grad ist. Diese dritte Form ist damit sozusagen die blitzartigste Blitzeisform. Kritisch wird die Situation auf den Straßen aber auf jeden Fall, egal welches der 3 Ereignisse eintritt.
Dies gilt in den kommenden Tagen erneut, auch dann, wenn „Blitzeis“ nach den letzten Modellrechnungen gar nicht mehr das Hauptproblem darstellt. Zumindest nicht überall. Denn die Wettermixtur bietet z. Z. ein komplexes, vielfältiges und auch undurchsichtiges Pottpourie mit verschiedensten Erscheinungen und wahrscheinlich auch wieder einigen Überraschungen.
Dass wir es weiter mit Schneefall und auch Schneeverwehungen zu tun haben, muss eigentlich nicht mehr erwähnt werden. Die wildesten Turbulenzen zeichnen sich in den nächsten Tagen im Südwesten und Süden ab. Der heute Nachmittag durch Tief LIANE einsetzende Schneefall ist in den Hoch- und Gipfellagen des Schwarzwaldes zum Teil noch einmal sehr kräftig. Dort können in ungünstigen (oder günstigen, je nach Geschmack) Lagen noch einmal bis 30 cm Neuschnee zum vorhandenen Schnee hinzukommen. In den nicht ganz so schneereichen oder nicht ganz so hoch gelegenen Gebieten können jedoch auch noch 10 bis 20 cm fallen. Dagegen geht der Schnee in den tieferen Lagen schon in Regen über. Das wird er im Süden Deutschlands im Laufe des morgigen Tages bis in Lagen von etwa 1500 Meter tun. Am Dienstag steigt die Schneefallgrenze dort sogar über 2000 Meter.
Eine proppere Schneedecke, Temperaturen von bis zu 6 Grad und dazu Regen, der in Form der häufig zitierten Bindfäden vom Himmel kommt - die Zutaten für ein starkes Tauwetter sind in der Wetterküche bereits angerührt. Wer sich vom Wetter eine Atempause erhofft hat, wird bitter enttäuscht. Die Wintersportler sollten aber deshalb nicht in Tränen ausbrechen. Die Gefahr, dass die Tränen im Schnee das Tauwetter verstärken würden, ist zwar gering. Aber Ski- und Snowboardakrobaten können sich ebenso wie gemächliche Winterwanderer schon jetzt auf die in der Nacht zu Donnerstag erneut einsetzenden Schneefälle im Süden freuen. Da aller Wahrscheinlichkeit nach die Schneedecke in den Hochlagen des Südens nicht komplett wegtaut, ist für die in der zweiten Wochenhälfte kommenden Schneefälle noch eine gute Grundlage vorhanden. Also auch hier keine Atempause. Wie weit die warme Luft, die uns das Tauwetter bringt, nach Norden vorankommt, lässt sich noch nicht so genau sagen. Der Main könnte am Dienstag und Mittwoch so etwas wie eine Schnee-Regen-Grenze bilden. Nur grob gesagt natürlich, denn diese hängt von vielen Faktoren wie z. B. von der Höhenlage des betreffenden Gebietes ab. In der Mitte und dem Norden dominiert erst einmal die Glätteproblematik. Nicht nur durch das oben angesprochene „Blitzeis“, sondern durch ganz profane gefrierende Nässe. Aber auch diese hat ihre Tücken, und Vorsicht ist auf jeden Fall geboten. Dennoch klingt das insgesamt schon eher nach Durchatmen als der Wettermix im Süden. Aber: Da sich im Norden die warme Luft nicht durchsetzen kann, ist schon ab der Wochenmitte wieder Dauerfrost angesagt. Also nur eine kurze Atempause, wenn man die Temperaturen betrachtet. Durchatmen sollte aber auch bei Frost möglich sein.
Dipl.-Met. Martin Jonas
Deutscher Wetterdienst
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14.07.10 - STURMTIEF "OLIVIA" ZIEHT ÜBER WESTEUROPA

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Häufiger als über dem Flachland findet die Entwicklung eines Wärmegewitters über einem Gebirge statt. Man bezeichnet es dann als orographisches Gewitter. Hier wird die Aufheizung an den in Richtung der Sonne geneigten Berghängen schneller erreicht, als auf einer ebenen Fläche. Der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ist über den Berghängen steiler, sodass hier eine schnellere und auch intensivere Erwärmung erfolgt.
Nun löst aber nicht nur eine starke Aufheizung Gewitter aus, auch an Wetterfronten können sich Gewitter bilden (Frontgewitter). Nach einer langen Wärmeperiode im Sommer ist es normal, dass diese von einem Kaltluftvorstoß mit Kaltfront abgelöst wird. Ein solcher Wetterwechsel fällt selten harmlos aus. Aufgrund der größeren Dichte bzw. Schwere der herannahenden Kaltluft schiebt sich diese keilförmig unter die Warmluft und hebt sie an. Bei ausreichender Schwüle entwickelt sich dann die bekannte Gewitterfront, welche einen Weg von mehreren 100, ja sogar 1000 Kilometern zurücklegen kann.
Manchmal bilden sich vor einer Kaltfront in einer Warmluftmasse linienförmige Aneinanderreihungen von Gewitterzellen. Diese bezeichnet man als Liniengewitter oder Squall lines. Die Linien sind bei uns meist von Nord nach Süd ausgerichtet. Ein Entstehungsgrund ist der, dass es im Bereich der wärmsten Luft zu einem verstärkten Aufsteigen der Warmluft und am Boden zu einem vor- und rückseitigen Nachströmen kommt. In der Meteorologie spricht man von einer Konvergenzzone oder Querzirkulation. Die sich in der Konvergenzzone befindliche Squall line entwickelt rasch ein Eigenleben, in dem die von oben einbrechende Gewitterkaltluft die vorgelagerte gewitterträchtige Warmluft erneut zum Heben zwingt. Die Squall line entfernt sich zunehmend von der Kaltfront und zieht durch den Warmluftsektor.
Die „Königin der Gewitter“ ist die Superzelle. Aufgrund von Windgeschwindigkeits- und Richtungsänderungen in der Vertikalen und auch Horizontalen innerhalb der Luftmasse kommt es zu einem sich entgegen den Uhrzeigersinn (auf der Nordhalbkugel) rotierenden Aufwindbereich. Solche Gewitter bringen vor allem starken Hagel und auch Tornados und werden besonders im mittleren Westen der USA stark gefürchtet. In Deutschland treten diese Gewitter eher selten auf.
Ob es sich aber bei dem herannahenden Gewitter nun um ein Luftmassen-, Front- , Liniengewitter oder gar eine Superzelle handelt, spielt nur eine Nebenrolle, denn gefährlich für Leib und Leben können alle Gewittertypen werden.
PS:
Wissen Sie eigentlich, warum es in den Tropen keine Blitzableiter gibt? Nun, für Erdblitze (Blitz, der von der Wolke bis zum Erdboden reicht) bedarf es eine Wolkenuntergrenze von unter 3000 m. Da die Gewitterwolkenbasis in den Tropen meist oberhalb von 3000 m liegt, sind Erdblitze wesentlich seltener als in Deutschland. Wer also in unserer Heimat fürchterliche Angst vor Blitzeinschlägen hat, sollte nach dieser Information seinen Wohnort wechseln.
Meteorologen Denny Karran, Christoph Hartmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
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Schwitzen ist so eine Sache - den einen bereitet es kein Unbehagen, die anderen können es nicht ausstehen. Auf alle Fälle ist es natürlich und lebenswichtig, dient es doch der Wärmeregulierung. Die Schweißtropfen helfen nämlich dem Körper, die Temperatur nahezu konstant zu halten, denn beim Verdunsten des Schweißes wird der Hautoberfläche Wärme entzogen. Natürlich kann dieser Verdunstungsprozess nur stattfinden, wenn die Umgebungsluft nicht zu feucht ist. In der trockenen Sauna-Luft ist das Schwitzen erwünscht und klappt dort auch besonders gut. Bei feuchter Luft, z. B. in den Tropen, kann dieser Mechanismus gestört sein. Beim Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit. 500 ml je Stunde und m⊃2; Körperoberfläche sind möglich. Um eine Austrocknung zu verhindern, muss ausreichend getrunken werden! Der Wind spielt eine weitere wichtige Rolle: je mehr Wind bläst, umso mehr Wärme kann abgeführt werden. Ein Hoch also auf den guten alten Fächer!! An diesem Wochenende darf weiterhin geschwitzt werden, besonders am heutigen Samstag, am Sonntag noch in den östlichen Bundesländern. Beim Aufenthalt im Freien ist außer dem empfohlenen Fächer unbedingt Sonnenschutz empfehlenswert. Der Blick zum Himmel sollte nicht vergessen werden, wird es doch zunehmend gewittrig. Diese Gewitter können regional so heftig sein, dass sie mit Hagel und Sturmböen einhergehen und deswegen als Unwetter eingestuft werden können.
Dipl.-Met. Dorothea Paetzold
Deutscher Wetterdienst
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30.06.10 - HITZEWELLE STEIGERT SICH BIS ZUM WOCHENENDE

Dipl.-Met. Andreas Friedrich
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24.06.10 - DAS SOMMERMÄRCHEN KANN WEITER GEHEN...

Dipl.-Met. Helmut Malewski
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09.06.10 - GEWITTER ÜBER DER GRENZREGION

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06.06.10 - KRÄFTIGE REGENSCHAUER MIT GEWITTER UND HAGEL

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25.05.10 - GEWITTERZELLEN MIT STARKREGEN UND HAGEL DURCHZIEHEN DEN SÜDWESTEN

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25.05.10 - KALTFRONT ÜBER DEUTSCHLAND

Wer aufmerksam die Wetterberichte verfolgt, und LeserInnen dieser Rubrik dürften zu dieser Spezies gehören, hat sicherlich schon mal den Begriff „Kaltfront“ gehört oder gelesen. Kurz und vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um eine Luftmassengrenze, die wärmere von kälterer Luft trennt, wobei sich die kältere Luft hinter, die wärmere Luft vor der Front befindet. Wie man sich denken kann, sind solche Fronten mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt, zeigen unterschiedliche Wetterwirksamkeit, sind schnell oder langsam, und, und, und. Ein schönes Beispiel für eine solche Kaltfront bietet die momentane Wetterlage, wobei vor allem die Nord- und Ostdeutschen bereits am Pfingstmontag die Wirkung am eigenen Leib erleben mussten. Während man im Süden und Westen sowie in Teilen der Mitte bei blauem Himmel und Höchtwerten um oder über 25 Grad einen sehr biergarten- und freibadlastigen Feiertag genießen durfte, ging es wettermäßig in den übrigen Regionen teilweise ganz schön zur Sache. Besonders in den neuen Bundesländern kam es zu teils kräftigen Gewittern mit allen Schikanen von Starkregen über Hagel bis hin zu Sturmböen und wahrscheinlich sogar Tornados. Ursache für diese atmosphärischen Unbilden war, richtig, eine Kaltfront, die angetrieben vom Skandinavientief ZAZA von Norden heranschwenkte und nicht nur für eine ordentliche Wuling sorgte sondern rückseitig auch deutlich kältere Luft platzierte. So wurden von Vorpommern über Schleswig-Holstein bis hinüber zur Nordseeküste lediglich 12 bis 17 Grad gemessen, wobei natürlich das derzeit noch sehr unterkühlte Meerwasser einen Zusatzbeitrag geleistet hat. Zum Vergleich, am Oberrhein und an der Mosel wurde in der dortigen Warmluft fast die 30-Grad-Marke erreicht. Inzwischen ist die Kaltfront über der Mitte Deutschlands angelangt, wo sie nur noch wenig Lust verspürt, weiter nach Süden voranzukommen. Sie wird sozusagen quasi-stationär, will heißen, sie bewegt sich weder nennenswert nach vorne noch nach hinten. Sie trennt dabei zwei unterschiedliche Luftmassen, nämlich Meereskaltluft aus polaren Breiten im Norden von warmer Subtropikluft im Süden. Dabei kommt es auch am heutigen Dienstag zu markanten Temperaturunterschieden, was sich bereits am frühen Vormittag andeutete. Um 9.00 Uhr MESZ waren es in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein gerade mal 10 Grad (maximal), während in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs bereits die 20-Grad-Schwelle überschritten war. Am Nachmittag wird es dort bis zu 29 Grad heiß, wohingegen man in Teilen Norddeutschlands froh ist, wenn man an 15 Grad herankommt. Und auch in der Nacht zum Mittwoch stellen sich imposante Unterschiede ein mit zweistelligen 16 bis 10 Grad in der Süd- und einstelligen 9 bis 2 Grad in der Nordhälfte, lokaler Bodenfrost inclusive.
Doch nicht nur thermisch gestaltet sich die Lage interessant, auch wettertechnisch bleibt die Situation brisant. Zunächst mal entwickeln sich im Laufe des Dienstags im Süden einzelne Schauer und Gewitter. Ab den Abendstunden sowie in der Nacht zum Mittwoch betritt dann eine weitere Protagonistin die Wetterbühne, die im Duett mit besagter Kaltfront reichlich Regen produziert. ANJA heißt das Tief, das von Frankreich her auf den Südwesten und die Mitte übergreift und besonders in einem Streifen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland über Südhessen und Nordbaden bis hinüber in die nordöstlichen Landesteile Bayerns gebietsweise ergiebigen Regen mit eingelagerten Gewittern sorgt. Dabei besteht sogar Unwettergefahr durch Starkregen. Gefahren gibt es auch in Norddeutschland, allerdings nicht vor Unwettern, sondern vor Bodenfrost, was sicherlich auch nicht gerade zur Freude aller beiträgt.
Abschließend noch ein Blick auf den Mittwoch, an dem besagter Streifen mit den teils kräftigen und gewittrigen Regenfällen nur gaaanz langsam nach Norden vorankommt. Südlich davon entwickeln sich in der Warmluft Schauer und Gewitter (lokal kräftig), nördlich davon in der Kaltluft zeigt sich das Wetter zahm mit einer trockenen Mischung aus Sonne und Wolken.
Dipl.-Met. Jens Hoffmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
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25.05.10 - UNWETTERGEFAHR AM MITTWOCH?

Zaza, das Skandinavientief bringt uns nun eine Wetterumstellung. Zazas Kaltfront hat den Norden und Osten Deutschlands erreicht. Ihr Vormarsch wird allerdings von einem kleinen Tief über der deutschen Bucht zunächst gestoppt, da sie dadurch, nun natürlich als Warmfront, wieder etwas nach Norden zieht. Das kleine Tief löst sich bald wieder auf und In der Nacht zu Dienstag wird die Kaltfront über die Mitte Deutschlands hinweg nach Süden ziehen. Dort allerdings wird sie wieder aufgehalten. Und diesmal sogar für die nächsten Tage. Denn die Warmfront eines Tiefs vor Portugal verbindet sich mit ihr. An der zusammengesetzten Wetterfront entwickeln sich kleine Tiefs, die dann für lang anhaltende Hebungsvorgänge sorgen, also zu Regen mit eingelagerten Gewittern. So weit, so logisch. Ein Problem dabei ist, dass man zwar vorhersagen kann, dass sich die Tiefs bilden, die Vorhersage aber für eine präzise Warnung viel zu ungenau ist.
Zum einen ist der exakte Ort der Tiefbildung nicht bekannt, zum anderen spielen auch der Wassergehalt der Luft und kleine Höhentiefs eine Rolle. Somit sind eine Menge meteorologische Parameter, deren Zusammenspiel für ein Unwetter entscheidend ist, nicht exakt bekannt. (Als Unwetter in dem heutigen Zusammenhang sind 24 stündige Niederschlagsmengen über 50 l/m² in 24 Stunden oder 35 l/m² in 6 Stunden anzusehen.) Das Zusammenspiel der verschiedenen Parameter führt somit zu recht unterschiedlichen Vorhersagen.
Das „regnerischste“ der Modelle liefert von Mittwoch 8 Uhr bis Donnerstag 8 Uhr 24stündig im Thüringer Wald 50 bis 60 Liter, im Vorland des Erzgebirges, im Fichtelgebirge und in der Nordeifel 40 bis 50 Liter pro Quadratmeter. Ein anderes Rechnermodell sagt uns für den südwestlichen Hunsrück an die 40 Liter vorher, für die Starkregenbereiche, die oben angesprochen wurden, „nur“ 5 bis 25 Liter. Und so kann man dann alle Wettervorhersagemodelle durchpflügen und zu immer wieder neuen Erkenntnissen in Bezug auf Unwetter kommen. Dass es in der Mitte Deutschlands längere Zeit regnen wird, darüber sind sich alle Modelle einig. Als Kompromiss lässt sich formulieren.
Am Mittwoch wird es in der Mitte voraussichtlich längere Zeit regnen und die Unwetterwarnschwelle für 24 Stunden könnte örtlich überschritten werden. Dort, wo zusätzlich Gewitter auftreten, kann auch der 6stündige Warnwert erreicht werden.
Sie sehen also, die Gefahr von örtlichen Unwettern besteht durchaus, Petrus und die Wettervorhersagemodelle haben jedoch noch viel Zeit ihre Meinung zu ändern.
Dipl.-Met. Christoph Hartmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
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26.02.10 - KRÄFTIGE REGEN- UND GRAUPELSCHAUER IM SÜDWESTEN

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26.02.10 - NEUE BLITZKARTE VON EUCLID.ORG VERFÜGBAR

EUCLID.ORG hat uns freundlicherweise Ihre Blitzkarte zur Verfügung gestellt. Das Besondere daran ist die Darstellung der positiven und negativen Blitzentladungen im europäischen Raum. Und das Ganze auch noch in Realtime-Darstellung.
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23.02.10 - UNWETTER AUF MADEIRA - HINTERGRUNDINFORMATION
Unwetter auf Madeira – HintergrundinformationenIn den Medien wurde bereits ausführlich über die schweren Unwetter auf Madeira berichtet. So ist bekannt, dass die kräftigen Regenfälle einen immensen Sachschaden verursacht und für eine Vielzahl von Todesopfern gesorgt haben. Dies soll allerdings im heutigen Thema des Tages nicht noch einmal vertieft werden. Stattdessen geht es um die Hintergründe des Ereignisses. Zum einen wird die Wetterlage vom letzten Samstag (20.02.2010) im Speziellen und zum anderen die großräumige Zirkulation dieses Winters über Europa im Allgemeinen betrachtet.
Madeira ist eine zu Portugal gehörende Insel, die etwa 1000 km südwestlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon liegt. Wie andere atlantische Inseln auch (Azoren, Kanarische Inseln, ...) ist Madeira vulkanischen Ursprungs, was sich dadurch bemerkbar macht, dass sich in der Mitte der Insel eine Bergkette erstreckt, dessen höchste Erhebung der Pico Ruivo mit 1862 m ist. Klimatisch betrachtet fällt während der Sommermonate bedingt durch den trockenen Nordostpassat kaum Niederschlag, während der Winter durch den Einfluss der wolkenreichen Westwindzirkulation die Regenzeit darstellt. Nun zur vorherrschenden Wetterlage am vergangenen Samstag, den 20.02.2010. Verantwortlich für das Wettergeschehen war Tief „Undine“, das mit seinen Ausläufern Madeira um die Mittagszeit überquert hat. Dieses Tiefdrucksystem befand sich mit seiner Warm- und Kaltfront direkt über der Insel. Insbesondere Letztere hat durch hoch reichende Regenwolken viel Niederschlag gebracht. Hinzu kam vor Passage der Kaltfront ein kräftiger südlicher Wind mit im Mittel Windstärke 6 bis 8 Bft. Ruft man sich nun erneut die Topographie (West-Ost ausgerichtete Bergkette) in Erinnerung, so wird klar, dass die Regenwolken an den südlichen Hängen der Gebirge angestaut und damit die Niederschlagsmengen noch deutlich erhöht wurden. So fielen laut Portugiesischem Wetterdienst am Observatorium der Hauptstadt Funchal 168 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 5 Stunden. Zusammengefasst war es also eine Kombination aus einem sehr wetteraktiven Tiefdrucksystem mit kräftigen Südwinden und einer quer zur Strömung ausgerichteten Bergkette, die zu dem heftigen Regen und damit einhergehenden Sturzfluten vor allem in Funchal geführt haben. Unter Sturzfluten versteht man im Übrigen sehr plötzlich auftretende Überschwemmungen, wenn das Wasser nicht mehr durch die Kanalisation oder Flüsse abgeführt werden kann. Durch die Bebauung in Tälern und die vielen engen Gassen ist Madeira wie auch viele andere Touristeninseln sehr anfällig für derartige Naturkatastrophen. Das Wasser bahnt sich dann wie ein kräftiger Strom seinen Weg durch Straßen und Gassen und reißt alles mit sich, was sich ihm in den Weg stellt. Es soll jetzt noch ein Blick auf die großräumige Zirkulation geworfen werden. In einem für europäische Verhältnisse üblichen Winter überqueren atlantische Tiefdruckgebiete Mitteleuropa regelmäßig von West nach Ost. Dabei wechseln sich warme (auf der Ostflanke des Tiefs) und kalte (an der Westflanke des Tiefs) Witterungsabschnitte ab. Nun gibt es zwei davon abweichende Möglichkeiten:
Werden die Tiefdruckgebiete auf einer nördlicheren Bahn nach Osten gelenkt, erreichen Mitteleuropa nur selten kalte Luftmassen und wir haben einen klassischen Mildwinter. Dies hat darüber hinaus zur Folge, dass es in Südeuropa kaum regnet, da dort Hochdruckgebiete vorherrschend sind. Das andere Extrem ist eine südlich verschobene Tiefdrucktätigkeit, wie wir sie in diesem Winter vorliegen haben. Dadurch kann die relativ warme Atlantikluft kaum nach Norden vordringen und Mitteleuropa verbleibt in der Kaltluft meist polaren Ursprungs. Über Nordeuropa manifestiert sich dann oft ein Hochdruckgebiet, das auf seiner Südflanke mit einer östlichen Strömung zusätzlich Kaltluft heran transportiert. Für die Gebiete in Südeuropa bedeutet das Zirkulationsschema eine erhöhte Tiefdrucktätigkeit und häufige Regenfälle. Das Ganze wird zusätzlich durch zeitweise Vorstöße kalter Luftmassen über den relativ warmen Meeresoberflächen angefacht. Die kräftigen Regenfälle über Madeira stellen also keinen Einzelfall in diesem Winter dar. So gab es auch in vielen anderen Gebieten Südeuropas (z.B. Sizilien) zum Teil heftige Niederschläge. Angesichts der aufgetretenen Folgen, haben diese Ereignisse besondere Aufmerksamkeit in den Medien bekommen. Die Tiefdrucktätigkeit bleibt in diesen Gebieten erhalten, sodass in Südeuropa gebietsweise auch weiterhin mit zum Teil kräftigen Niederschlagsereignissen zu rechnen ist. Wirft man einen Blick auf aktuelle Wetterkarten, so erkennt man, dass die Tiefs nicht mehr ganz soweit südlich verlaufen, wie noch vor geraumer Zeit. Einzig der äußerste Norden und Nordosten Deutschlands werden die „Winterallergie“ noch nicht so richtig los. Während dort der Niederschlag noch zeitweise in Form von Schnee fällt und örtlich in Schleswig-Holstein auch größere Schneesummen möglich sind, kommt der häufige Niederschlag im Rest von Deutschland als Regen daher. Im Oberrheingraben werden in den kommenden Tagen Werte um 12 Grad erwartet. Es gilt aber weiter auf der Hut zu sein, denn über Nordeuropa lagern noch sehr kalte Luftmassen, die bei einer Umstellung der Wetterlage jederzeit angezapft werden können. Zumindest bis jetzt ist eine solche Umstellung allerdings noch sehr unsicher.
Dipl.-Met. Marcus Beyer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach=
Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach






















