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WILLKOMMEN IM WETTERBLOG VON STORMCENTER.EU::
Hier finden Sie Bildberichte und Videos zu Wetterereignissen und Wetterphänomenen aus der Region Saarland, angrenzendes Frankreich und Luxembourg, sowie Wettervorhersagen, Warnlageberichte und aktuelle Themen und News zu Wetter und Naturkatastrophen. Sollten Sie Interesse an einigen meiner Bildern haben, kontaktieren Sie mich unter info@stormcenter.eu.

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14.07.10 - STURMTIEF "OLIVIA" ZIEHT ÜBER WESTEUROPA

Sturmtief "Olivia" ist mit einer Gewitterfront und heftigen Sturmböen über Westeuropa gezogen und hat dabei erhebliche Schäden angerichtet. Zahlreiche umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer, erhebliche Störungen im Bahn- und Flugverkehr. Neben Sturm und Regen brachte Tief „Olivia" auch reichlich Blitz und Donner. Auch das Saarland blieb nicht unverschont. Am stärksten betroffen war die Gemeinde Losheim. Dort wurden mehrere Häuser von einem Tornado beschädigt. Nach Angaben der Feuerwehr schlug die Windhose eine 800 Meter lange Schneise in den Ort.
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10.07.10 - GEWITTERTYPEN

Gewitter sind auch heute noch die mit am meisten gefürchteten Wetterphänomene. Mal ganz von den elektrischen Entladungen abgesehen können diese in Verbindung mit Starkregen, Hagelschlag und schweren Sturmböen Menschenleben gefährden und großen Sachschaden anrichten. Umso wichtiger ist es, diese Naturgewalten rechtzeitig und präzise vorherzusagen. Das Thema soll aber nicht die gefährlichen Begleiterscheinungen der Gewitter sein, stattdessen soll es um die verschiedenen Gewittertypen gehen. Abhängig vom Auslösefaktor lassen sich Gewitter in Luftmassen-, Front-, Liniengewitter (Squall lines) und Superzellen unterteilen. Bei einer Wetterlage, die von hohen Temperaturen und zunehmender Luftfeuchte geprägt ist, handelt es sich um Luftmassengewitter. Diese bilden sich bei starker Aufheizung einer Luftmasse vom Erdboden her und treten überwiegend am Nachmittag und Abend auf. Man spricht dann von örtlichen Wärme- oder Hitzegewittern.

Häufiger als über dem Flachland findet die Entwicklung eines Wärmegewitters über einem Gebirge statt. Man bezeichnet es dann als orographisches Gewitter. Hier wird die Aufheizung an den in Richtung der Sonne geneigten Berghängen schneller erreicht, als auf einer ebenen Fläche. Der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ist über den Berghängen steiler, sodass hier eine schnellere und auch intensivere Erwärmung erfolgt.
Nun löst aber nicht nur eine starke Aufheizung Gewitter aus, auch an Wetterfronten können sich Gewitter bilden (Frontgewitter). Nach einer langen Wärmeperiode im Sommer ist es normal, dass diese von einem Kaltluftvorstoß mit Kaltfront abgelöst wird. Ein solcher Wetterwechsel fällt selten harmlos aus. Aufgrund der größeren Dichte bzw. Schwere der herannahenden Kaltluft schiebt sich diese keilförmig unter die Warmluft und hebt sie an. Bei ausreichender Schwüle entwickelt sich dann die bekannte Gewitterfront, welche einen Weg von mehreren 100, ja sogar 1000 Kilometern zurücklegen kann.

Manchmal bilden sich vor einer Kaltfront in einer Warmluftmasse linienförmige Aneinanderreihungen von Gewitterzellen. Diese bezeichnet man als Liniengewitter oder Squall lines. Die Linien sind bei uns meist von Nord nach Süd ausgerichtet. Ein Entstehungsgrund ist der, dass es im Bereich der wärmsten Luft zu einem verstärkten Aufsteigen der Warmluft und am Boden zu einem vor- und rückseitigen Nachströmen kommt. In der Meteorologie spricht man von einer Konvergenzzone oder Querzirkulation. Die sich in der Konvergenzzone befindliche Squall line entwickelt rasch ein Eigenleben, in dem die von oben einbrechende Gewitterkaltluft die vorgelagerte gewitterträchtige Warmluft erneut zum Heben zwingt. Die Squall line entfernt sich zunehmend von der Kaltfront und zieht durch den Warmluftsektor.

Die „Königin der Gewitter“ ist die Superzelle. Aufgrund von Windgeschwindigkeits- und Richtungsänderungen in der Vertikalen und auch Horizontalen innerhalb der Luftmasse kommt es zu einem sich entgegen den Uhrzeigersinn (auf der Nordhalbkugel) rotierenden Aufwindbereich. Solche Gewitter bringen vor allem starken Hagel und auch Tornados und werden besonders im mittleren Westen der USA stark gefürchtet. In Deutschland treten diese Gewitter eher selten auf.
Ob es sich aber bei dem herannahenden Gewitter nun um ein Luftmassen-, Front- , Liniengewitter oder gar eine Superzelle handelt, spielt nur eine Nebenrolle, denn gefährlich für Leib und Leben können alle Gewittertypen werden.

PS:
Wissen Sie eigentlich, warum es in den Tropen keine Blitzableiter gibt? Nun, für Erdblitze (Blitz, der von der Wolke bis zum Erdboden reicht) bedarf es eine Wolkenuntergrenze von unter 3000 m. Da die Gewitterwolkenbasis in den Tropen meist oberhalb von 3000 m liegt, sind Erdblitze wesentlich seltener als in Deutschland. Wer also in unserer Heimat fürchterliche Angst vor Blitzeinschlägen hat, sollte nach dieser Information seinen Wohnort wechseln.

Meteorologen Denny Karran, Christoph Hartmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: © STORMCENTER.EU::

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03.07.10 - SCHWEISSTREIBEND

Schwitzen ist so eine Sache - den einen bereitet es kein Unbehagen, die anderen können es nicht ausstehen. Auf alle Fälle ist es natürlich und lebenswichtig, dient es doch der Wärmeregulierung. Die Schweißtropfen helfen nämlich dem Körper, die Temperatur nahezu konstant zu halten, denn beim Verdunsten des Schweißes wird der Hautoberfläche Wärme entzogen. Natürlich kann dieser Verdunstungsprozess nur stattfinden, wenn die Umgebungsluft nicht zu feucht ist. In der trockenen Sauna-Luft ist das Schwitzen erwünscht und klappt dort auch besonders gut. Bei feuchter Luft, z. B. in den Tropen, kann dieser Mechanismus gestört sein. Beim Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit. 500 ml je Stunde und m⊃2; Körperoberfläche sind möglich. Um eine Austrocknung zu verhindern, muss ausreichend getrunken werden! Der Wind spielt eine weitere wichtige Rolle: je mehr Wind bläst, umso mehr Wärme kann abgeführt werden. Ein Hoch also auf den guten alten Fächer!! An diesem Wochenende darf weiterhin geschwitzt werden, besonders am heutigen Samstag, am Sonntag noch in den östlichen Bundesländern. Beim Aufenthalt im Freien ist außer dem empfohlenen Fächer unbedingt Sonnenschutz empfehlenswert. Der Blick zum Himmel sollte nicht vergessen werden, wird es doch zunehmend gewittrig. Diese Gewitter können regional so heftig sein, dass sie mit Hagel und Sturmböen einhergehen und deswegen als Unwetter eingestuft werden können.

Dipl.-Met. Dorothea Paetzold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach

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30.06.10 - HITZEWELLE STEIGERT SICH BIS ZUM WOCHENENDE

In den letzten Tagen haben sich die Temperaturen in großen Teilen Deutschlands schon im Bereich um 30 Grad eingependelt. Am Dienstag lagen die Spitzenwerte bei 33 Grad in Lenzen an der Elbe und in Potsdam. Auch an der Mosel und am Rhein war es mit 32 Grad wieder heiß. Allerdings war die Luft etwas feuchter als in den vorangegangenen Tagen. Dies blieb nicht ohne Folgen. Am Nachmittag konnten sich kräftige Quellwolken entwickeln und die entluden sich dann örtlich in Form kräftiger Gewitter. Dabei fielen in kurzer Zeit im hessischen Fritzlar 36 Liter auf den Quadratmeter (l/m2). Auch im Schwarzwald gab es Gewitter mit Starkregen. Die Wetterstation in Wolfach registrierte 33 l/m2;, in Simmersfeld wurden 30 l/m2; gemessen. Im Norden wird es am Mittwoch vorübergehend etwas kühler, bei Höchsttemperaturen von 22 bis 27 Grad. Heiß bleibt es im Südwesten mit Spitzentemperaturen bis 32 Grad. Das ist aber nur ein lauer Vorgeschmack auf die Hitzewelle, die uns ab Donnerstag bevor steht. Am Donnerstag liegt Hoch YARI mit seinem Zentrum direkt über Deutschland. Bei meist ungehinderter Sonneneinstrahlung kann sich die Luft weiter aufheizen. Die 30 Gradmarke wird dann in der Mitte und im Süden vielerorts überschritten. Im Rhein-Main-Gebiet können schon 34 Grad erreicht werden. Bis zum Freitag verlagert sich das Hoch YARI mit seinem Zentrum zum östlichen Mitteleuropa. An seiner Westflanke fließt dann aus südlichen Richtungen heiße Luft nach Deutschland und lässt die Temperaturen weiter nach oben klettern. Allen denen Temperaturen über 30 Grad zu viel sind, kann man nur empfehlen sich ins Bergland oberhalb von 800 bis 1000 Meter Höhe oder ins Küstengebiet zu begeben. Sonst werden die 30 Grad schon am späten Vormittag überschritten und bis zum Nachmittag steigert sich die Hitze auf Spitzenwerte von 36 oder 37 Grad in den Niederungen im Westen und Südwesten. Auch die Nächte versprechen dann kaum noch spürbare Abkühlung für viele aufgeheizte Wohnungen und Büros. In der Nacht zum Samstag sollen die Tiefstwerte im Westen vielerorts nicht unter 20 Grad sinken. Man spricht dann von einer sog. Tropennacht. Am Samstag wird dann Deutschland ins „Fieber“ versetzt. Alle Fußballfans fiebern dann dem WM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien am Nachmittag entgegen. Fieber kann man auch bei den erwartenden Höchsttemperaturen am Samstag bekommen. Abgesehen von den Küstenregionen werden verbreitet 31 bis Grad 35 Grad erreicht. In der Westhälfte werden Spitzenwerte um 37 Grad erwartet. Diese Werte werden dann im Schatten gemessen. Bei den zahlreichen Public Viewings in Deutschland stehen dann aber zehntausende Fußballfans bei der Gluthitze in der Sonne und sind einer extremen Wärmebelastung ausgesetzt. Hier kann man nur empfehlen für Sonnenschutz in Form einer geeigneten Kopfbedeckung zu sorgen und natürlich für ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Dies sollte in Form von alkoholfreien Getränken erfolgen und man sollte auch genügend Wasservorräte dabei haben um sich von außen mit Feuchtigkeit gegen die Hitze schützen zu können. Allen die Probleme mit Hitze und Wärmebelastung haben, kann man eigentlich nur empfehlen, dass Spiel im Schatten oder in einem halbwegs kühlen Raum zu verfolgen. Sonst könnte es passieren, dass man das Ende des Spiels nicht beim Public Viewing sondern im Krankenhaus erlebt. Diese Sorgen müssen sich die Spieler und Zuschauer im fernen winterlichen Südafrika nicht machen. Für Kapstadt wird für den Samstagnachmittag wolkiges und trockenes Wetter bei angenehmen 18 Grad vorhergesagt.

Dipl.-Met. Andreas Friedrich
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: © STORMCENTER.EU::

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24.06.10 - DAS SOMMERMÄRCHEN KANN WEITER GEHEN...

...und das Wetter spielt mit. Der Mittwochabend war schon ein richtig milder Abend. Um 20 Uhr Ortszeit lagen die Temperaturen im Osten Deutschlands bei Werten um 20 Grad C, im Westen bei 22 bis 23 und im Ruhrgebiet sogar bei 25 Grad C. Selbst nach Ende des Spiels lagen die Temperaturen noch zwischen 15 und 20 Grad C. Dabei zeigten sich nur wenige Wolken. Ideale Voraussetzungen für das kollektive Gucken (oder in Neudeutsch: Public Viewing). Nachdem auch das Spielergebnis für eine Fortdauer des Sommermärchens sprach, stellt sich die Frage, ob auch das Wetter weiter mitspielen wird und nicht zum Spielverderber avanciert. Ursache für das sonnige und warme Wetter ist eine Hochdruckzone, die von den Azoren über Westeuropa bis nach Deutschland reicht. Diese Hochdruckzone bleibt auf jeden Fall über das kommende Wochenende hinweg erhalten. Damit kann sich auch die Luft weiter erwärmen. Zum Spielbeginn am Sonntag um 16 Uhr werden im Norden und Osten Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad C erwartet. Im Westen und Süden steigt das Thermometer sogar bis auf 27 Grad C und im Oberrheintal kann es sogar bis nahe 30 Grad C warm werden. Wolken zeigen sich nur wenige und es bleibt trocken. Viele kühle Getränke und ein ordentlicher Sonnenschutz sind also ein Muss, denn bei der starken Sonneneinstrahlung ist die ungeschützte Haut nach 2 mal 45 Minuten garantiert verbrannt. Vielleicht noch ein paar Worte zum Wetter in Südafrika. In Bloemfontein, dem Spielort der deutschen Mannschaft, wird am Sonntag leicht wolkiges Wetter erwartet und es bleibt trocken. Nach einer kalten Nacht -die Tiefsttemperaturen sollen bei -2 Grad C liegen- steigt am Nachmittag die Temperatur auf 16 Grad C. Also ideale Spielbedingungen. Wer nun aber mit Fußball überhaupt nichts anfangen kann, auch für den ein paar Worte zum Wochenendwetter. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag bleibt es sommerlich warm. Lediglich im Süden können sich in den Nachmittagsstunden ein paar kurze Wärmegewitter entwickeln. Das war es dann aber auch schon mit Niederschlag. Am Samstag steigen die Temperaturen bis 28, am Sonntag sogar bis nahe 30 Grad C. Nur im Küstenbereich liegen die Höchstwerte lediglich bei 20 Grad C. Aber auch dort ist es vor allem am Sonntag vielfach sonnig. Zum Schluss noch eine positive Nachricht zur weiteren Planung für alle Sommerfreunde. Auch zum Beginn der kommenden Woche zeigt sich zunächst noch keine grundsätzliche Änderung des Sommerwetters.

Dipl.-Met. Helmut Malewski
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: © STORMCENTER.EU::

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09.06.10 - GEWITTER ÜBER DER GRENZREGION

Schwüles und unbeständiges Wetter sorgte heute wieder für zahlreiche Gewitter in der Grenzregion. Heftige Schauer und Gewitter mit Starkregen zogen immer wieder über den Saargau hinweg. Leider gab es aufgrund der vorantreibenden Regenwand keine schönen Wolken-/Gewitteraufnahmen.
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06.06.10 - KRÄFTIGE REGENSCHAUER MIT GEWITTER UND HAGEL

Mehrere Tiefausläufer mit kräftigen Regenschauern, Gewitter mit Hagel und Sturmböen zogen heute Mittag von Frankreich über das Saarland und Rheinland-Pfalz. Örtlich kam es sogar zu Unwettercharakter - mehrere umgestürzte Bäume, Äste und Schlamm behinderten den Straßenverkehr. Weiterhin kam es...
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25.05.10 - GEWITTERZELLEN MIT STARKREGEN UND HAGEL DURCHZIEHEN DEN SÜDWESTEN

Heute bildeten sich im Südwesten im Laufe des Nachmittags mehrere Gewitterzellen mit Starkregen und Hagel. Die Zellen durchzogen das Grenzgebiet Saarland, Luxembourg und Frankreich. Laut European Severe Weather Database (Europäische Unwetter-Datenbank) gab es in Thionville Hagelkörner bis zu einer Größe von 3 cm...
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25.05.10 - KALTFRONT ÜBER DEUTSCHLAND

KALTFRONT ÜBER DEUTSCHLAND

Wer aufmerksam die Wetterberichte verfolgt, und LeserInnen dieser Rubrik dürften zu dieser Spezies gehören, hat sicherlich schon mal den Begriff „Kaltfront“ gehört oder gelesen. Kurz und vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um eine Luftmassengrenze, die wärmere von kälterer Luft trennt, wobei sich die kältere Luft hinter, die wärmere Luft vor der Front befindet. Wie man sich denken kann, sind solche Fronten mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt, zeigen unterschiedliche Wetterwirksamkeit, sind schnell oder langsam, und, und, und. Ein schönes Beispiel für eine solche Kaltfront bietet die momentane Wetterlage, wobei vor allem die Nord- und Ostdeutschen bereits am Pfingstmontag die Wirkung am eigenen Leib erleben mussten. Während man im Süden und Westen sowie in Teilen der Mitte bei blauem Himmel und Höchtwerten um oder über 25 Grad einen sehr biergarten- und freibadlastigen Feiertag genießen durfte, ging es wettermäßig in den übrigen Regionen teilweise ganz schön zur Sache. Besonders in den neuen Bundesländern kam es zu teils kräftigen Gewittern mit allen Schikanen von Starkregen über Hagel bis hin zu Sturmböen und wahrscheinlich sogar Tornados. Ursache für diese atmosphärischen Unbilden war, richtig, eine Kaltfront, die angetrieben vom Skandinavientief ZAZA von Norden heranschwenkte und nicht nur für eine ordentliche Wuling sorgte sondern rückseitig auch deutlich kältere Luft platzierte. So wurden von Vorpommern über Schleswig-Holstein bis hinüber zur Nordseeküste lediglich 12 bis 17 Grad gemessen, wobei natürlich das derzeit noch sehr unterkühlte Meerwasser einen Zusatzbeitrag geleistet hat. Zum Vergleich, am Oberrhein und an der Mosel wurde in der dortigen Warmluft fast die 30-Grad-Marke erreicht. Inzwischen ist die Kaltfront über der Mitte Deutschlands angelangt, wo sie nur noch wenig Lust verspürt, weiter nach Süden voranzukommen. Sie wird sozusagen quasi-stationär, will heißen, sie bewegt sich weder nennenswert nach vorne noch nach hinten. Sie trennt dabei zwei unterschiedliche Luftmassen, nämlich Meereskaltluft aus polaren Breiten im Norden von warmer Subtropikluft im Süden. Dabei kommt es auch am heutigen Dienstag zu markanten Temperaturunterschieden, was sich bereits am frühen Vormittag andeutete. Um 9.00 Uhr MESZ waren es in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein gerade mal 10 Grad (maximal), während in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs bereits die 20-Grad-Schwelle überschritten war. Am Nachmittag wird es dort bis zu 29 Grad heiß, wohingegen man in Teilen Norddeutschlands froh ist, wenn man an 15 Grad herankommt. Und auch in der Nacht zum Mittwoch stellen sich imposante Unterschiede ein mit zweistelligen 16 bis 10 Grad in der Süd- und einstelligen 9 bis 2 Grad in der Nordhälfte, lokaler Bodenfrost inclusive.
Doch nicht nur thermisch gestaltet sich die Lage interessant, auch wettertechnisch bleibt die Situation brisant. Zunächst mal entwickeln sich im Laufe des Dienstags im Süden einzelne Schauer und Gewitter. Ab den Abendstunden sowie in der Nacht zum Mittwoch betritt dann eine weitere Protagonistin die Wetterbühne, die im Duett mit besagter Kaltfront reichlich Regen produziert. ANJA heißt das Tief, das von Frankreich her auf den Südwesten und die Mitte übergreift und besonders in einem Streifen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland über Südhessen und Nordbaden bis hinüber in die nordöstlichen Landesteile Bayerns gebietsweise ergiebigen Regen mit eingelagerten Gewittern sorgt. Dabei besteht sogar Unwettergefahr durch Starkregen. Gefahren gibt es auch in Norddeutschland, allerdings nicht vor Unwettern, sondern vor Bodenfrost, was sicherlich auch nicht gerade zur Freude aller beiträgt.
Abschließend noch ein Blick auf den Mittwoch, an dem besagter Streifen mit den teils kräftigen und gewittrigen Regenfällen nur gaaanz langsam nach Norden vorankommt. Südlich davon entwickeln sich in der Warmluft Schauer und Gewitter (lokal kräftig), nördlich davon in der Kaltluft zeigt sich das Wetter zahm mit einer trockenen Mischung aus Sonne und Wolken.

Dipl.-Met. Jens Hoffmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
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25.05.10 - UNWETTERGEFAHR AM MITTWOCH?

Unwettergefahr am Mittwoch?

Zaza, das Skandinavientief bringt uns nun eine Wetterumstellung. Zazas Kaltfront hat den Norden und Osten Deutschlands erreicht. Ihr Vormarsch wird allerdings von einem kleinen Tief über der deutschen Bucht zunächst gestoppt, da sie dadurch, nun natürlich als Warmfront, wieder etwas nach Norden zieht. Das kleine Tief löst sich bald wieder auf und In der Nacht zu Dienstag wird die Kaltfront über die Mitte Deutschlands hinweg nach Süden ziehen. Dort allerdings wird sie wieder aufgehalten. Und diesmal sogar für die nächsten Tage. Denn die Warmfront eines Tiefs vor Portugal verbindet sich mit ihr. An der zusammengesetzten Wetterfront entwickeln sich kleine Tiefs, die dann für lang anhaltende Hebungsvorgänge sorgen, also zu Regen mit eingelagerten Gewittern. So weit, so logisch. Ein Problem dabei ist, dass man zwar vorhersagen kann, dass sich die Tiefs bilden, die Vorhersage aber für eine präzise Warnung viel zu ungenau ist.
Zum einen ist der exakte Ort der Tiefbildung nicht bekannt, zum anderen spielen auch der Wassergehalt der Luft und kleine Höhentiefs eine Rolle. Somit sind eine Menge meteorologische Parameter, deren Zusammenspiel für ein Unwetter entscheidend ist, nicht exakt bekannt. (Als Unwetter in dem heutigen Zusammenhang sind 24 stündige Niederschlagsmengen über 50 l/m² in 24 Stunden oder 35 l/m² in 6 Stunden anzusehen.) Das Zusammenspiel der verschiedenen Parameter führt somit zu recht unterschiedlichen Vorhersagen.
Das „regnerischste“ der Modelle liefert von Mittwoch 8 Uhr bis Donnerstag 8 Uhr 24stündig im Thüringer Wald 50 bis 60 Liter, im Vorland des Erzgebirges, im Fichtelgebirge und in der Nordeifel 40 bis 50 Liter pro Quadratmeter. Ein anderes Rechnermodell sagt uns für den südwestlichen Hunsrück an die 40 Liter vorher, für die Starkregenbereiche, die oben angesprochen wurden, „nur“ 5 bis 25 Liter. Und so kann man dann alle Wettervorhersagemodelle durchpflügen und zu immer wieder neuen Erkenntnissen in Bezug auf Unwetter kommen. Dass es in der Mitte Deutschlands längere Zeit regnen wird, darüber sind sich alle Modelle einig. Als Kompromiss lässt sich formulieren.
Am Mittwoch wird es in der Mitte voraussichtlich längere Zeit regnen und die Unwetterwarnschwelle für 24 Stunden könnte örtlich überschritten werden. Dort, wo zusätzlich Gewitter auftreten, kann auch der 6stündige Warnwert erreicht werden.
Sie sehen also, die Gefahr von örtlichen Unwettern besteht durchaus, Petrus und die Wettervorhersagemodelle haben jedoch noch viel Zeit ihre Meinung zu ändern.

Dipl.-Met. Christoph Hartmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: © STORMCENTER.EU::

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26.02.10 - KRÄFTIGE REGEN- UND GRAUPELSCHAUER IM SÜDWESTEN

Heute Mittag zogen immer wieder einige starke Regen- und Graupelschauer über das Grenzgebiet und den Südwesten des Saarlandes hinweg. Tolle Wolkenformationen konnte man in allen Himmelsrichtungen beobachten. Hier sind einige Aufnahmen davon...
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26.02.10 - NEUE BLITZKARTE VON EUCLID.ORG VERFÜGBAR

Neue Blitzkarte von EUCLID - European Cooperation for Lightning Detection verfügbar

EUCLID.ORG hat uns freundlicherweise Ihre Blitzkarte zur Verfügung gestellt. Das Besondere daran ist die Darstellung der positiven und negativen Blitzentladungen im europäischen Raum. Und das Ganze auch noch in Realtime-Darstellung.
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23.02.10 - UNWETTER AUF MADEIRA - HINTERGRUNDINFORMATION

Unwetter auf Madeira – Hintergrundinformationen

In den Medien wurde bereits ausführlich über die schweren Unwetter auf Madeira berichtet. So ist bekannt, dass die kräftigen Regenfälle einen immensen Sachschaden verursacht und für eine Vielzahl von Todesopfern gesorgt haben. Dies soll allerdings im heutigen Thema des Tages nicht noch einmal vertieft werden. Stattdessen geht es um die Hintergründe des Ereignisses. Zum einen wird die Wetterlage vom letzten Samstag (20.02.2010) im Speziellen und zum anderen die großräumige Zirkulation dieses Winters über Europa im Allgemeinen betrachtet.
Madeira ist eine zu Portugal gehörende Insel, die etwa 1000 km südwestlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon liegt. Wie andere atlantische Inseln auch (Azoren, Kanarische Inseln, ...) ist Madeira vulkanischen Ursprungs, was sich dadurch bemerkbar macht, dass sich in der Mitte der Insel eine Bergkette erstreckt, dessen höchste Erhebung der Pico Ruivo mit 1862 m ist. Klimatisch betrachtet fällt während der Sommermonate bedingt durch den trockenen Nordostpassat kaum Niederschlag, während der Winter durch den Einfluss der wolkenreichen Westwindzirkulation die Regenzeit darstellt. Nun zur vorherrschenden Wetterlage am vergangenen Samstag, den 20.02.2010. Verantwortlich für das Wettergeschehen war Tief „Undine“, das mit seinen Ausläufern Madeira um die Mittagszeit überquert hat. Dieses Tiefdrucksystem befand sich mit seiner Warm- und Kaltfront direkt über der Insel. Insbesondere Letztere hat durch hoch reichende Regenwolken viel Niederschlag gebracht. Hinzu kam vor Passage der Kaltfront ein kräftiger südlicher Wind mit im Mittel Windstärke 6 bis 8 Bft. Ruft man sich nun erneut die Topographie (West-Ost ausgerichtete Bergkette) in Erinnerung, so wird klar, dass die Regenwolken an den südlichen Hängen der Gebirge angestaut und damit die Niederschlagsmengen noch deutlich erhöht wurden. So fielen laut Portugiesischem Wetterdienst am Observatorium der Hauptstadt Funchal 168 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 5 Stunden. Zusammengefasst war es also eine Kombination aus einem sehr wetteraktiven Tiefdrucksystem mit kräftigen Südwinden und einer quer zur Strömung ausgerichteten Bergkette, die zu dem heftigen Regen und damit einhergehenden Sturzfluten vor allem in Funchal geführt haben. Unter Sturzfluten versteht man im Übrigen sehr plötzlich auftretende Überschwemmungen, wenn das Wasser nicht mehr durch die Kanalisation oder Flüsse abgeführt werden kann. Durch die Bebauung in Tälern und die vielen engen Gassen ist Madeira wie auch viele andere Touristeninseln sehr anfällig für derartige Naturkatastrophen. Das Wasser bahnt sich dann wie ein kräftiger Strom seinen Weg durch Straßen und Gassen und reißt alles mit sich, was sich ihm in den Weg stellt. Es soll jetzt noch ein Blick auf die großräumige Zirkulation geworfen werden. In einem für europäische Verhältnisse üblichen Winter überqueren atlantische Tiefdruckgebiete Mitteleuropa regelmäßig von West nach Ost. Dabei wechseln sich warme (auf der Ostflanke des Tiefs) und kalte (an der Westflanke des Tiefs) Witterungsabschnitte ab. Nun gibt es zwei davon abweichende Möglichkeiten:
Werden die Tiefdruckgebiete auf einer nördlicheren Bahn nach Osten gelenkt, erreichen Mitteleuropa nur selten kalte Luftmassen und wir haben einen klassischen Mildwinter. Dies hat darüber hinaus zur Folge, dass es in Südeuropa kaum regnet, da dort Hochdruckgebiete vorherrschend sind. Das andere Extrem ist eine südlich verschobene Tiefdrucktätigkeit, wie wir sie in diesem Winter vorliegen haben. Dadurch kann die relativ warme Atlantikluft kaum nach Norden vordringen und Mitteleuropa verbleibt in der Kaltluft meist polaren Ursprungs. Über Nordeuropa manifestiert sich dann oft ein Hochdruckgebiet, das auf seiner Südflanke mit einer östlichen Strömung zusätzlich Kaltluft heran transportiert. Für die Gebiete in Südeuropa bedeutet das Zirkulationsschema eine erhöhte Tiefdrucktätigkeit und häufige Regenfälle. Das Ganze wird zusätzlich durch zeitweise Vorstöße kalter Luftmassen über den relativ warmen Meeresoberflächen angefacht. Die kräftigen Regenfälle über Madeira stellen also keinen Einzelfall in diesem Winter dar. So gab es auch in vielen anderen Gebieten Südeuropas (z.B. Sizilien) zum Teil heftige Niederschläge. Angesichts der aufgetretenen Folgen, haben diese Ereignisse besondere Aufmerksamkeit in den Medien bekommen. Die Tiefdrucktätigkeit bleibt in diesen Gebieten erhalten, sodass in Südeuropa gebietsweise auch weiterhin mit zum Teil kräftigen Niederschlagsereignissen zu rechnen ist. Wirft man einen Blick auf aktuelle Wetterkarten, so erkennt man, dass die Tiefs nicht mehr ganz soweit südlich verlaufen, wie noch vor geraumer Zeit. Einzig der äußerste Norden und Nordosten Deutschlands werden die „Winterallergie“ noch nicht so richtig los. Während dort der Niederschlag noch zeitweise in Form von Schnee fällt und örtlich in Schleswig-Holstein auch größere Schneesummen möglich sind, kommt der häufige Niederschlag im Rest von Deutschland als Regen daher. Im Oberrheingraben werden in den kommenden Tagen Werte um 12 Grad erwartet. Es gilt aber weiter auf der Hut zu sein, denn über Nordeuropa lagern noch sehr kalte Luftmassen, die bei einer Umstellung der Wetterlage jederzeit angezapft werden können. Zumindest bis jetzt ist eine solche Umstellung allerdings noch sehr unsicher.

Dipl.-Met. Marcus Beyer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach=

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach

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15.02.10 - ÜBERGANG ZU SÜDWESTWETTERLAGE, ENDE DES WINTERS?

Übergang zu Südwestwetterlage, Ende des Winters?

Schon seit Tagen bestimmte ein Höhentiefkomplex über großen Teilen Europas mit vertikal hoch reichender Polarluft das Wetter in Deutschland. Im Bodenniveau sorgte das Randtief eines mächtigeren westeuropäischen Tiefdruckwirbels namens RUBY mit Kern bei den Färöer-Inseln seit gestern besonders im Westen Deutschlands für Niederschläge von wenigen Litern pro Quadratmeter, die vor allem in höheren Lagen einige Zentimeter Neuschnee brachten, beispielsweise 6 cm in Michelstadt-Vielbrunn (Odenwald, 49°45’N, 09°06’E, 453 m NN) und 5 cm in Nürburg-Barweiler (Eifel, 50°21’N, 06°51’E, 485 m NN). Allmählich scheint sich die Wetterlage umzustellen. Das westeuropäische Tief kann sich etwas verstärken, gleichzeitig steigen Luftdruck bzw. Geopotential über Südosteuropa leicht an. Die Höhenströmung dreht allmählich auf Südwest und mit südlichen Winden gelangen zunehmend milde Luftmassen nach Mitteleuropa. Während es heute und morgen noch winterlich kalt bleibt, ist am „Aschermittwoch alles vorbei“ und zunächst in der Südwesthälfte Deutschlands, ab Donnerstag im ganzen Land mit positiven Temperaturmaxima zu rechnen. Dann gehören auch die teils strengen Nachtfröste der Vergangenheit an, mit leichtem Nachtfrost ist jedoch weiterhin zu rechnen.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: © STORMCENTER.EU::

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08.02.10 - DIE WETTERVORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Die Wettervorhersage für Deutschland

vom 08.02.2010, 10:00 Uhr

Kurzvorhersage:
Heute in der gesamten Nordhälfte und im Südosten meist stark bewölkt oder neblig-trüb. Gelegentlich etwas Schneegriesel. Heitere Abschnitte am ehesten im Südwesten. Höchstwerte zwischen -6 Grad im Nordosten und bis zu +3 Grad im Südwesten. Dabei meist schwacher, in den Höhenlagen des Südens auch mäßiger Wind aus östlichen Richtungen. In der Nacht zum Dienstag teils weiterhin stark bewölkt oder neblig, gebietsweise auch klar. Temperaturrückgang auf Werte zwischen -3 und -9 Grad, in der Osthälfte vor allem bei Aufklaren auch strenger Frost bis zu -15 Grad. Am Dienstag im Südwesten und im Nordosten etwas Schnefall, sonst weiterhin teils wolkig, teils auch heiter. Höchstwerte zwischen -7 Grad und +1 Grad.

Wetterlage:
Mit einer östlichen Strömung gelangt in den nächsten Tagen wieder Kaltluft aus Russland zu uns.

Vorhersage:
Heute ist es in der gesamten Nordhälfte und im Südosten meist stark bewölkt oder neblig-trüb. Aus den Wolken kann gelegentlich etwas Schneegriesel fallen. Heitere Abschnitte gibt es am ehesten im Südwesten. Die Höchstwerte liegen zwischen -6 Grad im Nordosten und bis zu +3 Grad im Südwesten. Dabei weht ein meist schwacher, in den Höhenlagen des Südens auch mäßiger Wind aus östlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag halten sich teilweise die Wolken, gebietsweise klart es auch auf. Die Temperatur geht auf Werte zwischen -3 und -9 Grad zurück, in der Osthälfte gibt es vor allem bei Aufklaren auch strengen Frost bis zu -15 Grad. Am Dienstag kann es im Südwesten sowie auch im Nordosten zeitweise leicht schneien, sonst ist es weiterhin teils wolkig, teils auch heiter und es bleibt meist trocken. Mit Höchstwerten zwischen -7 Grad im Nordosten und örtlich bis zu +1 Grad im Südwesten bleibt es winterlich kalt. Der Wind weht im Norden schwach, in der Mitte und im Süden auch mäßig aus Nordosten.

In der Nacht zum Mittwoch kann es vor allem an den Alpen etwas schneien. Nur vorübergehend ist der Himmel klar. Es sind Tiefsttemperaturen zwischen -5 und -11 Grad zu erwarten. Bei klarem Himmel kann es Frost bis -15 Grad geben. Am Mittwoch ist es meist stark bewölkt, zeitweilig schneit es. Dei Neuschneemengen liegen zwischen 2 und 5 cm, in den westlichen und nördlichen Mittelgebirgen sowie in den Alpen teilweise um 10 cm. Die Tagestemperaturen bewegen sich zwischen -7 Grad im Nordosten und -1 Grad im Südwesten. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Norden bisweilen frisch aus Nordost bis Nord.

In der Nacht zum Donnerstag ist es stark bewölkt, vor allem nach Norden und Osten schneit es noch zeitweise. Die Tiefstwerte liegen meist zwischen -4 und -9 Grad, im Osten zum Teil unter -10 Grad. Am Donnerstag zeigen sich im Westen einige Wolkenlücken. Sonst bleibt es meist stark bewölkt und vor allem in der Osthälfte kann es noch zeitweise schneien. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen Werten -7 Grad im Osten und -1 Grad im Rheinland. Dazu weht ein meist schwacher, im Bergland auch mäßiger Wind aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag gibt es vor allem im Norden und Osten weitere Schneefälle, nach Südwesten hin klart es zum Teil auf. Die Temperatur sinkt ab auf Werte zwischen -6 und -12 Grad.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach=

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: "Photo courtesy of NSSL"

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07.02.10 - DIE WETTERVORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Die Wettervorhersage für Deutschland

vom 07.02.2010, 10:00 Uhr

Kurzvorhersage:
Heute nach örtlichem Nebel nur vorübergehend heiter, meist aber bedeckt oder trüb. Höchsttemperatur zwischen -6 Grad an Oder und Neiße und bis zu +6 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Wind aus östlichen bis nördlichen Richtungen. In der Nacht zum Montag teils stark bewölkt oder neblig, teils klar und meist trocken. Tiefsttemperatur im äußersten Westen um null Grad, sonst -3 bis -9 Grad. Bei klarem Himmel sowie im östlichen Mittelgebirgsraum strenger Frost zwischen -10 und -15 Grad. Am Montag teils bedeckt oder neblig-trüb, teils, vor allem nach Osten hin, auch heiter und weitgehend niederschlagsfrei. Höchstwerte zwischen -5 und 0 Grad, im Osten zum Teil nur bei -7 Grad, am Rhein und an seinen Nebenflüssen knapp über den Gefrierpunkt.

Wetterlage:
Mit östlicher Strömung gelangt in den nächsten Tagen kalte Festlandsluft nach Deutschland. Nur im Westen und Südwesten hält sich anfangs noch mildere Luft. Heute ist es nach örtlichem Nebel nur vorübergehend heiter, meist aber bedeckt oder trüb und weitgehend niederschlagsfrei. Die Höchsttemperatur liegt zwischen -6 Grad in der Nähe von Oder und Neiße und bis zu +6 Grad am Oberrhein. Der Wind weht schwach bis mäßig aus östlichen bis nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Montag ist es teils stark bewölkt oder neblig, teils klar und meist trocken. Die Temperatur geht im äußersten Westen auf Werte um null Grad, sonst auf -3 bis -9 Grad zurück. Bei klarem Himmel sowie im östlichen Mittelgebirgsraum ist strenger Frost zwischen -10 und -15 Grad zu erwarten. Am Montag ist es teils bedeckt oder neblig-trüb, teils auch heiter und weitgehend niederschlagsfrei. Die Höchstwerte liegen verbreitet zwischen -5 und 0 Grad, im Osten zum Teil nur bei -7 Grad. Lediglich den Rhein entlang und an seinen Nebenflüssen steigt die Temperatur knapp über den Gefrierpunkt. Der Wind weht schwach, an der See mäßig aus östlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag ist es teils wolkig oder neblig, teils klar und weitgehend trocken. Die Temperatur geht auf Werte zwischen -5 Grad am Hochrhein und teilweise bis -15 Grad in der Osthälfte Deutschlands zurück. Am Dienstag kommt im äußersten Südwesten gegen Abend etwas Schneefall auf. Auch im Westen und in den Mittelgebirgen können ein paar Schneeflocken fallen. Sonst ist es wechselnd bewölkt, teils auch trüb, nach Osten und Norden hin teils auch heiter. Mit Tageshöchstwerten zwischen -9 Grad am Oderhaff und 0 Grad am Alpenrand sowie am Oberrhein bleibt es winterlich kalt. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost bis Nordost. An der Küste frischt er bisweilen böig auf.

In der Nacht zum Mittwoch kann es nahezu überall etwas schneien. Im Südwesten schneit es häufiger, dort kann es bis 5 Zentimeter Neuschnee geben. Nur vorübergehend ist der Himmel klar. Es sind Tiefsttemperaturen zwischen -5 und -11 Grad zu erwarten. Bei klarem Himmel kann es Frost bis -15 Grad geben. Am Mittwoch ist es meist stark bewölkt und gebietsweise fällt Schnee. In der Südosthälfte schneit es zum Teil längere Zeit. Die Tagestemperaturen bewegen sich zwischen -6 und -1 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der Küste bisweilen frisch, aus Nordost bis Nord.

In der Nacht zum Donnerstag ist es bedeckt, und es fällt gelegentlich Schnee, vor allem im Süden und im Osten schneit es zeitweise. Die Tiefstwerte liegen zwischen -4 und -9 Grad.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach=

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: "Photo courtesy of NSSL"

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07.02.10 - WARNLAGEBERICHT FÜR DEUTSCHLAND

Warnlagebericht für Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag, 07.02.10 11:00 Uhr

Im Osten leichter Schneefall. Gebietsweise Sichtbehinderungen durch Nebel.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Montag, 08.02.10, 11:00 Uhr:

Zwischen einem Hoch über Russland und tiefem Druck über Südeuropa gelangt von Osten und Nordosten zunehmend kalte Festlandsluft in große Teile Deutschlands. Nur im Westen und Südwesten hält sich zunächst noch mildere Luft. Dabei stellt sich deutschlandweit ruhiges Hochdruckwetter ein, wobei hochnebelartig Bewölkung überwiegt. Nur örtlich kommt es zu Wolkenauflockerungen. Abgesehen vom äußersten Westen und Südwesten gibt es auf Nebenstrecken verbreitet glatte Straßen. In der kommenden Nacht gibt es vor allem im Osten und in der Mitte örtlich strengen Frost.

Warnung vor Schneefall:
Im Osten leichter bis mäßiger Schneefall mit Neuschneemengen von einigen Zentimetern.

Warnung vor Nebel:
Gebietsweise Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.
Nächste Aktualisierung: spätestens Sonntag, 07.02.10, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach=

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Grafikquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach

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05.02.10 - WARNLAGEBERICHT FÜR DEUTSCHLAND

Warnlagebericht für Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Freitag, 05.02.10 10:27 Uhr

Heute Morgen gebietsweise Glätte und Nebel, im Westen und Süden örtlich gefrierender Regen. Später im Süden Schneefälle.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Samstag, 06.02.10, 11:00 Uhr:

Zwischen einem Hoch über Russland und tiefem Druck über dem Ostatlantik fließt mit einer südlichen bis südöstlichen Strömung feuchte Luft zu uns. Im Tagesverlauf nähert sich von Westen ein Tiefausläufer. Im Tagesverlauf dehnen sich die Niederschläge aus dem Westen und Südwesten langsam nordostwärts aus und erreichen bis zum Abend eine Linie Dollart-Mainfranken-Chiemgau. Die Schneefallgrenze liegt anfangs bei 1000 m oder sogar etwas darüber, sinkt aber zum Abend hin etwas ab. Vor allem im Schwarzwald, später auch im Allgäu können die Schneefälle länger andauern. Vor allem im Süden und im Mittelgebirgsraum, wo die Bodentemperatur noch unter dem Gefrierpunkt liegt, tritt örtlich auch gefrierender Regen oder Sprühregen auf, eine großräumige und gefährliche Glatteislage steht aber nicht bevor. Darüber hinaus gibt es tagsüber in den Hochlagen der Alpen föhnbedingt noch einzelne Sturmböen, aber auch im Bereich des Erzgebirges und im südlichen Sachsen („Böhmischer Wind“) sowie an der Küste ist es zum Teil sehr windig. In der kommenden Nacht fällt im Süden teils länger andauernder Niederschlag, wobei die Schneefallgrenze auf 700 bis 400 m sinkt. Bei Tiefsttemperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt gilt weiterhin der allgemeine Hinweis auf Glätte. Vor allem im Westen sowie im Mittelgebirgsraum ist stellenweise dichter Nebel möglich.

Warnung vor Glätte/gefrierender Regen:
Besonders im Süden Glättegefahr durch Schnee oder gefrierende Nässe, örtlich auch gefrierender Regen oder Sprühregen mit lokaler Glatteisbildung.

Warnung vor Schneefall:
Im Hochschwarzwald Schneefall mit Neuschneemengen bis Freitagabend zwischen 5 und 10 cm, in Staulagen auch etwas darüber.

Warnung vor Wind-/Sturmböen:
An der Küste und im höheren Bergland zeitweise Windböen aus Südosten Stärke 7 Bft, in exponierten Lagen auch darüber. In den Alpen föhnbedingt einzelne Sturmböen 8 bis 9 Bft aus südlichen Richtungen.

Warnung vor Nebel:
Gebietsweise Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 05.02.10, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach=

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Grafikquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach

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05.02.10 - DIE WETTERVORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Die Wettervorhersage für Deutschland

vom 05.02.2010, 10:00 Uhr

Kurzvorhersage:
Im Tagesverlauf von Westen her erneut Wolkenaufzug und nachfolgend Regen, im Bergland Schnee. Höchstwerte wischen 6 Grad am Rhein und bis zu 1 Grad an der Oder.

Wetterlage:
Erneut erreichen atlantische Tiefausläufer von Westen her Deutschland. Sie kommen aber nur noch langsam nach Osten voran, da sich das nordosteuropäische Kältehoch wieder verstärkt und in der Folge nach Westen ausweitet.

Vorhersage:
Von Westen her zieht Regen heran, in den Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen fällt Schnee, streckenweise besteht Glatteisgefahr. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen Werten um 0 Grad im Osten und bis 3 bis 6 Grad im Westen und Südwesten. Im Nordosten weht böiger Südostwind, sonst ist der Wind meist nur schwach aus südlichen Richtungen.

In der kommenden Nacht ist es meist bedeckt oder neblig. Stellenweise fällt noch Niederschlag, im Westen als Regen, im Osten als Schnee. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen -3 Grad im Nordosten und um 2 Grad im Westen und Südwesten. Am Samstag ist es vielfach bedeckt oder neblig-trüb. Zeitweise fällt etwas Niederschlag, im Westen als Regen, im Osten sowie in den Höhenlagen als Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen -2 Grad in der Uckermark und 3 bis 5 Grad am Rhein. Im Norden und Osten weht mäßiger bis frischer Ostwind, sonst ist der Wind nur schwach und kommt aus meist südlichen Richtungen.

In der Nacht zum Sonntag ist es stark bewölkt oder neblig, nur im Nordosten zum Teil klar. Gebietsweise kann, vor allem im Süden, etwas Schneeregen oder Schnee fallen. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen Werten um 0 Grad im Westen und bis nahe -10 Grad in Vorpommern. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordost bis Ost. Am Sonntag sind vor allem in Süddeutschland ein paar Schneeflocken zu erwarten. Die Hochs liegen zwischen -4 Grad nordöstlich der Elbe und 2 bis 5 Grad am Rhein. Der Wind weht schwach bis mäßig um Ost.

In der Nacht zum Montag ist es teils wolkig oder neblig, teils klar und meist trocken. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen -2 Grad im Westen und -10 bis -12 Grad im Nordosten Deutschlands. Der Wind weht meist schwach aus Ost bis Südost. Am Montag ist es teils stark bewölkt oder neblig-trüb, teils auch heiter. Nur ganz vereinzelt fällt etwas Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen Werte um 3 Grad an Rhein und Mosel und -5 Grad im Nordosten. Der Wind weht schwach, an der See mäßig aus östlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag ist es teils wolkig oder neblig, teils klar. Später kommt im Westen Schneefall auf. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen -2 Grad an Rhein und Mosel und teilweise bis -15 Grad in der Nordosthälfte Deutschlands. Der Wind weht schwach aus Ost bis Südost.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach=

Textquelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach
Bildquelle: "Photo courtesy of NSSL"

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04.02.10 - WINTERSTURM SCHNEESTURM STURMTIEF "MIRIAM" - VIDEO




Auch Sturmtief "MIRIAM" hat wie auch schon Sturmtief "KEZIBAN" seine Spuren hinterlassen. Tödliche Unfälle auf glatten Straßen, geschlossene Schulen, Luftbrücke zur abgeschnittenen Ostsee-Insel Hiddensee und neue Schneemassen mit Unwettergefahr. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Dienstag wieder vor Gefahren durch Schneeverwehungen und Schneebruch. Chaotische Verkehrsbedingungen und viel Neuschnee verwandelten das Ganze zu einer unwetterartigen Ausnahmesituation. Hier ist eine Zusammenfassung aus der Region Saarland und Frankreich vom 02.02.2010.

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